Pfarre neu

Update der Schritte zur "Pfarre Neu" (ab 2018)

Juli 2018:

 

Auftrag Pfarre Neu

 

Die Pfarrgemeinderäte der Pfarren Baumgarten und Oberbaumgarten haben sich bereits im März dieses Jahres bereit erklärt, die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer gemeinsamen Pfarre mit Teilgemeinden zu gehen. Am 1. Juli 2018 kam nun der offizielle Auftrag des Bischofsvikars Dariusz Schutzki an den Pfarrgemeinderat und Vermögenverwaltungsrat der Pfarren Baumgarten und Oberbaumgarten.

Ziel des Projekts ist es, dass mit dem 1. Juli 2019, also in genau einem Jahr, auf dem Gebiet der Pfarren Baumgarten und Oberbaumgarten eine gemeinsame Pfarre mit Teilgemeinden entsteht.

Im September wird in beiden Pfarrgemeinderäten über den Projektauftrag abgestimmt. Einen Monat später wird eine gemeinsame Pfarrgemeinderatsklausur abgehalten, in der die Pastoral für die Pfarre Neu auf Basis von Jüngerschaft und Mission entwickelt werden soll. Diese soll durch effektiven und effizienten Einsatz der verfügbaren personellen, materiellen und geistlichen Ressourcen im Sinne der Pfarrziele dauerhaft sichergestellt werden. 


Mai 2018:

 

Im Frühjahr 2018 hatten die beiden Pfarren Oberbaumgarten und Baumgarten einen Brief von Bischofsvikar Dariusz Schutzki erhalten mit der Bitte um Stellungnahme zum Thema „Pfarre Neu“. 

Beide Pfarrgemeinderäte sind dieser Bitte nachgekommen, haben zugesagt, dass sie bereit sind,

mit dem Projekt „Pfarre Neu“ offiziell zu starten, haben aber betont, dass sie diesen Schritt mit Bedacht und überlegt gehen wollen.

Natürlich sind bei diesem Prozess einige Fragen offen, die gemeinsam geklärt werden wollten. Anfang Mai 2018 trafen sich daher die Pfarrgemeinderäte beide Pfarren und einige Interessierte zu einer Informationsveranstaltung. Die Gäste waren Bischofsvikar Schutzki und Stefan Lobnig von der Erzdiözese Wien. Durch den Abend geführt haben die beiden Stellvertretenden PGR-Vorsitzenden Georg Pliwa und Peter Haubenberger. 

Der Entwicklungs- und Vorbereitungsprozess, bis Baumgarten und Oberbaumgarten eine gemeinsame Pfarre bilden, sollte bis Anfang Juli 2019 abgeschlossen sein. Ab dann gibt es eine "Pfarre Neu" unter einem neuen Namen, mit Oberbaumgarten - "Zu den Hl. vier Evangelisten"  und Baumgarten - "St. Anna"  als Teilgemeinden. 

 

Diese Veranstaltung gewährte einen Einblick in die drei Eckpunkte dieses Prozesses:

 

1. Mehrwert

  • Ausmaß der Änderungen hängt u.a. von Pfarrgemeinderat/Vermögensverwaltungsrat ab
  • Personal: Ergänzungen (zB. 2 Pfarrsekretärinnen könnten sich die Arbeit aufteilen)
  • Verwaltung: Reduktion (nur mehr einen Pfarrgemeinderat/Vermögensverwaltungsrat), Vereinfachung z. B. bei Verträgen, günstiger, solidarischer (Unterstützung der anderen Teilgemeinde, z. B. finanzielle Aushilfe)  

  • Pastoral: Flexibilität (Was eine Gemeinde alleine nicht schafft, gelingt der Pfarre gemeinsam), Qualität durch gut genützte Synergien, Offenheit für Neues, profilierteres Erscheinungsbild 

  • neue „Spielräume" eröffnet   

2. Was bleibt oder ändert sich?
  • Bestehen bleiben: Kirchen mit ihren Hl. Messen, Budget für jede Gemeinde
  • Ändern wird sich: Rechtsperson (nur mehr eine), gemeinsame Buchhaltung, neuer Name der gemeinsamen Pfarre, heutige Pfarren sind dann Teilgemeinden mit Gemeindeausschüssen

    3. Die nächsten Schritte 


Was bisher geschah - 2012 bis 2016

Im September 2012 erklärte der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn, dass die Erzdiözese Wien im Rahmen des "Diözesanen Entwicklungsprozesses APG2.1" eine neue Pfarrstruktur erhalten wird. Bis zum Jahr 2022 sollen mindestens 80 Prozent der neuen Pfarren gebildet sein.

 

Die „neuen Pfarren“ – auch „Pfarre Neu“ genannt  – zeichnen sich vor allem durch eine inhaltliche Neuausrichtung aus, wie sie in der „Vision neuer Pfarren“ festgelegt ist und bereits in den Leitlinien angesprochen wurde: Ausrichtung auf Mission und Jüngerschaft, gemeinsames Priestertum, Entstehen neuer Gemeinden und gemeinschaftliche Leitung von Priestern und Laien.

 

Das strukturelle Zielbild ist: Viele örtliche von Laien geleitete Gemeinden bilden gemeinsam eine neue Pfarre. Pfarrverbände und Seelsorgeräume sind eine wertvolle Übergangsform in neue Pfarren. In diesem Vorgang werden zwar Pfarren aufgehoben, nicht aber Gemeinden. Wir möchten Sie hier über den aktuellen Stand des Entwicklungsprozesses informieren.


Diözesaner Entwicklungsprozess


Die Pfarren Baumgarten und Oberbaumgarten bilden gemeinsam den Entwicklungsraum "Dekanat 14 Mitte". Hier sehen Sie das gemeinsame Gebiet.
Die Pfarren Baumgarten und Oberbaumgarten bilden gemeinsam den Entwicklungsraum "Dekanat 14 Mitte". Hier sehen Sie das gemeinsame Gebiet.

Im vergangenen Jahr haben die einzelnen Dekanate, so auch wir, Berichte und Stellungnahmen sowie eine Zusammenschau des Pfarrlebens der einzelnen Pfarren erstellt. Im Dekanat 14 ist dies bereits in einer lokalen Aufteilung (Dek 14 West – Dek 14 Mitte –

Dek 14 Ost) – sog. „Entwicklungsräumen“ – geschehen.

 

Im Vikariat gibt es derzeit eine Arbeitsgruppe aus Dechanten, Vikariatsräten, Ordensvertretern und Mitarbeitern des Pastoralamtes, die diese Papiere sichtet und sich mit den Vorschlägen der Pfarren befasst. Die von den Pfarren vorgeschlagenen Entwicklungsräume werden auch in rechtlicher Hinsicht geprüft.

 

Die vom Dekanat 14 erarbeiteten Entwicklungsräume sind bereits als durchführbar bewertet worden und daher wie folgt geplant:

Hütteldorf, Mariabrunn, St. Josef am Wolfersberg und Kordon sind der westliche Entwicklungsraum. Im Osten unseres Dekanats arbeiten Breitensee und Penzing zusammen. Die Pfarre St. Josef – Reinlgasse wird gemeinsam mit den Pfarren Reindorf und Fünfhaus (Dekanat 15) einen Entwicklungsraum bilden. St. Anna – Baumgarten bildet mit Oberbaumgarten gemeinsam den Entwicklungsraum „Dekanat 14 Mitte“.   

(Die Informationen stammen aus E-Mails von Bischofsvikar P. Dariusz Schutzki an die Pfarrgemeinderäte im Jahr 2015)

 

Im Frühjahr 2016 gab es im Entwicklungsraum West ein gemeinsames Startfest mit Gottesdienst und Besichtigung in der Kirche St. Leopold am Steinhof.