Anselm Becker (Seminarist)

Als ich zu Silvester das Feuerwerk über Baumgarten bewunderte, ahnte ich noch nicht, dass es mich schon bald als Pfarrpraktikant in dieses schöne Grätzl Penzings verschlagen würde. Ursprünglich komme ich nämlich von der anderen Seite des Wienflusses, denn aufgewachsen bin ich in Ober St. Veit.

 

Geprägt durch Familie und Pfarre

Meine Eltern haben meine Geschwister und mich im Glauben erzogen. Die Kirche war in meinem Leben immer präsent. Im Kindergarten, dem Elisabethinum, während der Schul- und Studienzeit vor allem durch die Pfarre. Dort war ich engagiert bei Ministranten, Jungschar, Jugend, Pfarrfußball, Chor und Pfarrgemeinderat. Das Pfarrleben war besonders prägend für meine persönliche Entwicklung und meinen Glauben. So könnte man meinen, dass mein Weg ins Priesterseminar ohnehin nicht verwunderlich ist oder zumindest teilweise vorgezeichnet war. Ich habe das jedenfalls anders empfunden.

 

Mein Weg ins Seminar

Nach meiner Matura bei den Dominikanerinnen und einem einjährigen Jus-Intermezzo an der Universität Wien hatte ich das Glück, meinen Zivildienst im Österreichischen Hospiz in Jerusalem leisten zu dürfen. Dieser Ort hat mich geprägt. Die tiefere Auseinandersetzung mit dem Christentum und die Begegnung mit anderen Religionen

ließen in mir den Wunsch entstehen, Theologie zu studieren, und so tat ich das einfach. Ich konnte mir damals nicht vorstellen, jemals Priester zu werden. Nach einigen Jahren des Studiums brach diese Sehnsucht jedoch unerwartet bei Exerzitien (die ich eigentlich gar nicht machen wollte) auf und ließ mich nicht mehr los. Ich versuchte noch öfter davor wegzulaufen, aber das ging auf Dauer nicht wirklich gut. Schließlich trat ich vor vier Jahren mit 25 ins Wiener Priesterseminar ein und bin seitdem als Seminarist auf dem Weg.

 

Meine Vision

Glaube und Kirche habe ich in meinem Leben als lebens- und sinnstiftend erfahren dürfen. In dieser Freude aus der Beziehung mit Gott möchte ich gerne leben, diese Freude

weitergeben und versuchen, anderen davon zu erzählen. Ich freue mich schon darauf,

Sie kennenzulernen und bedanke mich für die besonders herzliche Aufnahme, die ich schon erfahren habe.

 

Ihr

Anselm Becker

Seminarist Anselm Becker
Seminarist Anselm Becker