DKA 2016 Tag 4

Heute mal ein Einblick, was denn eigentlich ein Leiter, der Pfarrheimdienst hat und dafür sorgt, dass alles im Pfarrheim vorbereitet ist und zur Not immer angerufen werden kann, den ganzen Tag so treibt.

von Dora Kramser

Fotos: Dora Kramser



Nachdem jetzt auch die letzte der vier Gruppen das Pfarrheim

verlassen hat, habe ich endlich die Zeit gefunden die Musik laut aufzudrehen und mich davon inspiriert diesem Artikel zu widmen…

und das obwohl mein Zeitplan im Pfarrheim ja doch eher straff ist. Ich habe mir nämlich vorgenommen den großen Saal ein bisschen aufzuräumen, den Nachbarn beim Haus bauen zuzuschauen, mich auf die Suche nach Töpfen für das morgige DKA-Danke-Fest zu machen und eventuell meine liebe Jungscharleiter-Kollegin Helene in Empfang zu nehmen, die ein halbes Jahr in Schweden verbracht hat und jetzt endlich wieder pünktlich zur Dreikönigsaktion im Lande ist. Außerdem wollte ich meinen neuen „Kaminknistern“ Tee kosten, was mir fast ein bisschen Leid tut, da ich es ja sowieso schon warm hier habe und die Sternsinger in der Kälte herumwandern. Naja, was soll’s. Ich mache mich besser an die Arbeit, sonst kommt der Zeitplan durcheinander.

Bin mittlerweile schon über eine Stunde im Pfarrheim. Viel weitergegangen ist noch nicht. Habe festgestellt, dass gestern und heute so viel Schnee hereingetragen wurde, dass im Pfarrsaal gefühlte 10cm Wasser stehen…

deshalb habe ich beschlossen, doch nicht aufzuräumen. Ich will mir meine Füße nicht nass machen und mit ein bisschen Glück wird der Dreck ja hoffentlich von selbst wieder hinausgeschwemmt. Punkt 1 auf der To-Do-Liste also abgehakt. Die Nachbarn scheinen auch nicht produktiver zu sein. Ich glaube sie stehen im Gartenhäuschen, um sich aufzuwärmen. Fortschritte beim Hausbau sind heute noch keine erkennbar. Wundert mich nicht, unter dem Schnee finden sie die benötigten Materialien vermutlich nur schwer. Oder sie haben einfach heute keine Lust. Punkt 2 auf meiner Liste ist somit also auch abgehakt. Geht doch schneller als gedacht. Nach gefühlten Stunden (die sich als 5 Minuten herausgestellt haben), habe ich beschlossen meine Topfsuche zu beenden. Ich habe jedes Kästchen geöffnet und in die meisten auch hineingeschaut. Keine Töpfe da. Dann bin ich mal gespannt, wie viel es morgen zu essen gibt. Aber wie ich die Jungscharleiter kenne, haben sie immer eine gute Lösung parat. Punkt 3 abgehakt.

Ich bin seit zweieinhalb Stunden hier. Zwei Sternsingergruppen sind gerade zum Aufwärmen hergekommen und danach sogar noch

eine dritte. Da habe ich mich wieder daran erinnert, dass es in diesem Artikel ja eigentlich um sie gehen soll und nicht um mich. Deshalb habe ich sie gefragt, ob etwas Spannendes passiert ist. Und die Antwort war ziemlich so wie

jedes Jahr. Nackte Menschen, die die Türen öffnen, jemand der denkt, es wäre Halloween, alle möglichen Tiere, die allein zuhause sind und Besuche in einem Künstleratelier, beim Frisör oder bei Menschen die sich wirklich wirklich über die braven Sternsinger freuen. Trotzdem finde ich, die Leute in den Wohnungen könnten sich für nächstes Jahr auch mal wieder etwas Lustiges für uns einfallen

lassen. Zurück zu mir. Helene, also mein Punkt 4 auf der Liste, ist noch nicht hier. Deshalb habe ich mir erlaubt, den nächsten Punkt, also Tee machen bzw. trinken vorzuziehen. Er schmeckt. Ich warte weiter auf Helene. Und siehe da – sie beehrt mich tatsächlich mit einem Besuch. Juhu!

Die Sternsinger trudeln nach und nach ein. Sie zählen das Geld und teilen die erbeuteten Süßigkeiten auf wie die Profis. Man merkt deutlich, sie sind schon 4 Tage unterwegs. Irgendwann kommt eben auch Routine hinein. Das Endergebnis des Tages: 2049,61€

Insgesamt haben die Fleißigen schon 6.703,84€ gesammelt. Es sieht fast nach einem neuen Rekord aus. Morgen ist der letzte Tag und wir dürfen gespannt auf das Endergebnis sein. Ich mache mich jetzt auch auf den Weg nach Hause und dann ab ins Bett. Ganz schön stressig heute. ;-)