Das war Weihnachten 2011- Weihnachten: Es kann so einfach sein …

Endlich ist er da, der Weihnachtstag. Langes Warten und viel Ungeduld bei den Kindern, viel Stress im Berufs- und Privatleben bei den Erwachsenen liegen hinter uns. Dann schlägt man an diesem Tag in der Früh die Zeitung auf. Liest vom Terror in Syrien, von Bürgerprotesten in China und Russland, vom Streit zwischen Süd- und Nordkorea, vom Unwillen der Menschen am Balkan, aufeinander zuzugehen, von obdachlosen Menschen, die in Wien auf der Straße fast verhungern, und davon, dass unter den unzählig religiös verfolgten Menschen auch rund 100 Millionen Christen sind, die in 50 Staaten der Erde um ihr Leben bangen müssen.

Man feiert im Kreise der Familie Weihnachten und am späteren Abend betritt man dann die Kirche zur Christmette. Dort ist es angenehm ruhig und zart beleuchtet. Die Christbäume und ein paar Kerzen spenden etwas Licht. Dicht gedrängt stehen die Menschen nebeneinander. Ruhe, Friede und Besinnlichkeit liegen in der Luft. Im Hintergrund hört man leise weihnachtliche Orgelmusik. Auf den Gesichtern der Menschen findet sich ein Lächeln, das man so an keinem anderen Tag des Jahres findet. Die Menschen strahlen Freude, Entspanntheit und Liebe aus. Aus uns Einzelnen wird eine Gemeinschaft. Und man realisiert plötzlich, wie einfach alles sein könnte. Das ist das Wunder von Weihnachten.


Und das ist Weihnachten 2011 bei uns in Baumgarten: 

Eine große Zahl an Ministranten zieht mit Pfarrer Clemens Abrahamowicz in die festlich geschmückte Kirche ein und der Kirchenchor unter der Leitung von Sepp Noe und Martin Voill auf der Orgel umrahmen die feierliche Stimmung. In der ersten Lesung aus dem Buch Jesaja hört man von dem Volk, das im Dunkeln lebt und das helle Licht sieht. Die Schlagzeilen von der Zeitung in der Früh kommen einem wieder in den Sinn.


In seiner Predigt vergleicht unser Pfarrer das Phänomen Sünde mit einem Stachel. Diesen Stachel will Jesus uns jedoch nehmen. Sind wir dazu bereit? Gott hat uns zu Weihnachten keinen starken Superherrscher geschickt, sondern ein kleines Baby. „Mach es einfach. Mach es wie Gott – werde Mensch!“


Dann wird die kleine Anouk Marie aus der Krippe geholt und den Messbesuchern gezeigt. Dazu wird von allen leise „Stille Nacht“ gesummt. Dem Kind scheint es zu gefallen. Es blickt interessiert mit seinen kleinen Knopfaugen auf die vielen hundert freundlich lächelnden Gesichter.


Schon traditionell formiert sich zum Ende der Messe die Jugend im Mittelgang. Sternspritzer werden entzündet und in der ansonsten dunklen Kirche wird nun das berühmteste aller Weihnachtslieder, „Stille Nacht“, von allen stimmungsvoll gesungen.


Zum Abschluss zieht man zur großen Krippe und stimmt gemeinsam das „Oh du fröhliche“ an.

„Christ ist erschienen,

uns zu versühnen, 

freue, freue dich, oh Christenheit!“


Den Ausklang findet die Christmette, wie schon seit vielen Jahren, beim geselligen Punschtrinken beim Kircheneingang sowie bei der „After Christmas Party“ im Jugendkeller. Viele, viele Leute aus den verschiedenen Generationen kommen zusammen, plaudern, unterhalten sich und haben Spaß. Und da spürt man es wieder:

„Es kann so einfach sein …“